Gewährleistung, Pflege & Reklamationen
Unsere Sportbekleidung wird für den aktiven Einsatz entwickelt.
Beim Radfahren, Mountainbiken, Laufen und anderen Sportarten wirken jedoch
unterschiedlichste Belastungen auf Materialien, Nähte und Komponenten ein.
Moderne Funktionsstoffe sind auf Eigenschaften wie Atmungsaktivität, geringes Gewicht, Elastizität, Feuchtigkeitsmanagement und hohen Tragekomfort ausgelegt. Je nach Material und Konstruktion unterscheiden sie sich deshalb auch hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Reibung, UV-Strahlung und anderen äußeren Einflüssen.
Hier erklären wir, was ein möglicher Produktmangel ist, was unter normalen Verschleiß fällt und wie du deine DOWE Sportswear richtig behandelst.
FAQs
Für unsere Produkte gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Bei Neuware beträgt die gesetzliche Gewährleistungsfrist grundsätzlich zwei Jahre ab Erhalt der Ware.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Produkt über zwei Jahre keinerlei Gebrauchsspuren oder Verschleiß zeigen darf. Entscheidend ist, ob ein tatsächlicher Material-, Produktions- oder Verarbeitungsmangel
vorliegt.
Ein Gewährleistungsfall kann insbesondere dann vorliegen, wenn ein Material-, Produktions- oder Verarbeitungsmangel besteht.
Dazu können beispielsweise gehören:
• sich ungewöhnlich früh lösende oder fehlerhafte Nähte
• ungewöhnlich früh auftretende Reißverschlussdefekte bei normaler Nutzung
• erkennbare Materialfehler
• fehlerhafte Verarbeitung
• sonstige Defekte, die nicht durch normalen Verschleiß, unsachgemäße Pflege oder äußere Einwirkung entstanden sind
Jede Reklamation wird von uns individuell geprüft.
Eine saubere und haltbare Verarbeitung gehört zu unserem Qualitätsanspruch.
Sollte sich eine Naht bei normaler Nutzung ungewöhnlich früh lösen, nehmen wir dies ernst und prüfen die Ursache.
Handelt es sich um einen Produktions- oder Verarbeitungsmangel, kümmern wir uns selbstverständlich um eine entsprechende Lösung im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung.
Wir verwenden bei unseren Produkten hochwertige Komponenten und je nach Produkt unter anderem Markenreißverschlüsse von YKK. Auch bei hochwertigen Komponenten kann im Einzelfall ein Defekt auftreten. Einen ungewöhnlich früh auftretenden Reißverschlussdefekt bei sachgemäßer Nutzung nehmen wir ernst und prüfen diesen. Davon zu unterscheiden sind
Beschädigungen beispielsweise durch starke mechanische Belastung, Verkanten, Fremdkörper, gewaltsames Ziehen, Stürze oder andere äußere Einwirkungen.
Moderne Sport- und Funktionsbekleidung besteht aus sehr unterschiedlichen Materialien und Materialkonstruktionen. Ein sehr leichtes, elastisches und hoch atmungsaktives Radtrikot besitzt beispielsweise andere Eigenschaften als ein schweres Baumwoll-T-Shirt oder ein besonders robustes Outdoor-Gewebe.
Leichte, weiche, elastische, atmungsaktive oder offen strukturierte Funktionsstoffe können empfindlicher auf Reibung sowie den Kontakt mit rauen oder scharfkantigen Oberflächen reagieren. Hohe Funktionalität, geringes Gewicht und hoher Tragekomfort bedeuten deshalb nicht automatisch eine unbegrenzte Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Einwirkungen.
Klettverschlüsse können insbesondere feine, leichte oder strukturierte
Funktionsstoffe beschädigen. Offene Klettflächen können die Materialoberfläche aufrauen, Fasern herausziehen oder Fadenzieher verursachen. Dieser Effekt ist bei sublimierten Stoffen, welche grundsätzlich weiß sind, deutlich sichtbarer. Solche durch Klettverschlüsse verursachten mechanischen Beschädigungen sind grundsätzlich von einem Material- oder Verarbeitungsmangel zu unterscheiden. Achte deshalb auch beim Waschen darauf, dass vorhandene Klettverschlüsse vollständig geschlossen sind.
Gerade beim Mountainbiken, Graveln, Trailrunning und anderen Outdoor-Sportarten kann es zum Kontakt mit Ästen, Dornen, Gestrüpp, Steinen oder anderen Gegenständen kommen.
Dadurch verursachte Fadenzieher, aufgeraute Oberflächen, Risse oder
Löcher sind mechanische Beschädigungen und grundsätzlich von einem Material- oder Verarbeitungsmangel zu unterscheiden.
Das Gleiche gilt für Beschädigungen infolge eines Sturzes oder Unfalls.
Sportbekleidung ist ein Gebrauchsprodukt und wird teilweise erheblichen Belastungen ausgesetzt.
Je nach Nutzungsdauer und Nutzungsintensität können beispielsweise auftreten:
• Abrieb an besonders beanspruchten Stellen
• Veränderungen der Materialoberfläche
• Pilling durch Reibung
• allmählich nachlassende Elastizität
• Abnutzung von Bündchen und Abschlüssen
• Abnutzung von Sitzpolstern
• Veränderungen durch intensive Nutzung und häufiges Waschen
Normale gebrauchs- und altersbedingte Veränderungen sind grundsätzlich
von einem Material-, Produktions- oder Verarbeitungsmangel zu
unterscheiden.
Ja. Gerade beim Outdoor-Sport ist Bekleidung teilweise über viele Stunden Sonnen- und UV-Strahlung ausgesetzt.
Langfristige oder intensive UV-Einwirkung kann unter anderem:
• Farben und Farbtöne verändern oder ausbleichen lassen
• Fasern und Materialoberflächen beeinflussen
• die natürliche Materialalterung beschleunigen
• Eigenschaften elastischer Materialien verändern
Besonders Materialien mit Elastananteil können durch das Zusammenspiel von UV-Strahlung, Wärme, Schweiß, Nutzung und natürlicher Alterung mit der Zeit an Elastizität und Rückstellkraft verlieren.
Solche nutzungs- und altersbedingten Veränderungen sind grundsätzlich von einem Material- oder Produktionsmangel zu unterscheiden.
Während des Sports lassen sich Sonne, Schweiß, Wärme und andere Umwelteinflüsse nicht vermeiden. Eine unnötige zusätzliche Belastung nach dem Sport lässt sich dagegen reduzieren. Lass verschwitzte oder feuchte Sportbekleidung deshalb nicht unnötig lange zusammengeknüllt in einer Sporttasche liegen.
Wir empfehlen:
Tragen → reinigen → vollständig trocknen → trocken und
lichtgeschützt aufbewahren.
Nach dem Waschen und vollständigen Trocknen sollte die Bekleidung möglichst im Schrank oder an einem anderen trockenen und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort aufbewahrt werden.
Vermeide insbesondere eine dauerhafte Lagerung:
• auf einem sonnigen Balkon oder einer Terrasse
• direkt an einem stark sonnenexponierten Fenster
• über längere Zeit im Fahrzeug
• an anderen dauerhaft UV- und wärmebelasteten Orten
Damit unterstützt du den langfristigen Erhalt von Farben, Elastizität und Materialeigenschaften.
Bitte beachte immer zuerst das Pflegeetikett des jeweiligen Produkts.
Grundsätzlich empfehlen wir:
• angegebene Waschtemperatur einhalten
• Bekleidung auf links drehen
• Reißverschlüsse schließen
• Klettverschlüsse vollständig schließen
• keinen Weichspüler verwenden
• geeignetes Waschmittel verwenden
• empfindliche Funktionsbekleidung in einem Waschbeutel waschen
• nicht mit offenen Klettflächen oder scharfkantigen Komponenten waschen
• keine aggressiven Bleichmittel verwenden
• nur entsprechend der Pflegekennzeichnung trocknen
Ein Waschbeutel kann empfindliche Textiloberflächen zusätzlich vor
Reißverschlüssen, Klettverschlüssen und anderen mechanischen Einwirkungen
während des Waschvorgangs schützen.
Weichspüler ist für viele technische Funktionsmaterialien und insbesondere für Bekleidung mit Elastananteil nicht geeignet.
Die Inhaltsstoffe von Weichspülern können sich auf Fasern und Materialoberflächen ablagern und die Eigenschaften elastischer und funktioneller Materialien dauerhaft beeinträchtigen.
Besonders betroffen sein können Produkte und Produktbereiche mit hohem Elastananteil, beispielsweise:
• Radhosen und Bibshorts
• Radhosen und Bibshorts
• elastische Beinabschlüsse
• flexible Ärmelabschlüsse
• elastische Bündchen
• körpernah geschnittene Trikots, gefertigt aus flexiblen Stoffen
• elastische Einsätze und Mesh-Materialien
• weitere Stretch- und Kompressionsmaterialien
Eine typische Folge kann sein, dass das Material bereits nach vergleichsweise kurzer Nutzungszeit an Spannung und
Rückstellkraft verliert, ausleiert oder nicht mehr in seine ursprüngliche Form
zurückkehrt. Weichspüler kann darüber hinaus funktionelle Eigenschaften technischer Textilien beeinträchtigen, beispielsweise das Feuchtigkeitsmanagement.
Deshalb gilt für DOWE Funktionsbekleidung: keinen Weichspüler verwenden und immer die Pflegehinweise am Produkt beachten.
Können wir feststellen, ob Weichspüler verwendet wurde?
Im Rahmen unserer Produkt- und Materialprüfung können wir eingesendete
Artikel bei Bedarf auch auf Rückstände von Weichspüler untersuchen. Dies kann
insbesondere bei Schadensbildern relevant sein, bei denen elastische Materialien ungewöhnlich früh ihre Spannung oder Rückstellkraft verloren haben. Ein entsprechender Befund wird zusammen mit dem Zustand des Materials, der Konstruktion, dem Alter und der Nutzung des Produkts bei unserer Ursachenanalyse berücksichtigt. Schäden, die nachweislich auf eine
Pflege entgegen den Pflegehinweisen zurückzuführen sind, sind von einem
Material-, Produktions- oder Verarbeitungsmangel zu unterscheiden.
Schäden, die durch eine nicht sachgemäße Pflege oder eine Behandlung entgegen den Pflegehinweisen entstehen, sind grundsätzlich von einem Material- oder Verarbeitungsmangel zu unterscheiden.
Dazu können beispielsweise Schäden durch folgende Einwirkungen gehören:
• zu hohe Waschtemperaturen
• zerstört sehr schnell wind- und wasserabweisende Membrane in Westen und Jacken
• ungeeignete Wasch- oder Trocknungsprogramme
• offene Klettverschlüsse beim Waschen
• mechanische Beschädigungen durch andere Wäschestücke
• Verwendung von Weichspüler
Wir empfehlen spezielle Sport-/Feinwaschmittel. Beachte deshalb immer die Pflegekennzeichnung des jeweiligen Produkts.
Schweiß, Salz, Chlor, Wärme und andere Umwelteinflüsse können Funktionsmaterialien und insbesondere elastische Fasern langfristig beanspruchen. Bekleidung sollte deshalb nach intensiver Nutzung oder Kontakt mit Chlor- bzw. Salzwasser nicht über längere Zeit feucht oder ungereinigt gelagert werden. Reinige das Produkt entsprechend der jeweiligen Pflegeanleitung und lasse es anschließend vollständig trocknen.
Ja, bitte sende getragene Bekleidung aus hygienischen Gründen grundsätzlich gereinigt und vollständig getrocknet zur Prüfung ein. Dies erleichtert außerdem die Beurteilung von Material, Nähten und Verarbeitung.
Nach Eingang wird der Artikel durch unsere Produktqualität geprüft. Liegt ein berechtigter Gewährleistungsfall vor, erfolgt
die weitere Abwicklung im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Je nach Art des Mangels und den gesetzlichen Voraussetzungen kommt insbesondere eine Nachbesserung oder Ersatzlieferung in Betracht.
Anschließend informieren wir dich über das Ergebnis der Prüfung und die weitere Vorgehensweise.
Nein. Eine Reklamation bedeutet nicht automatisch, dass ein Artikel ersetzt werden muss. Zunächst prüfen wir, welche Ursache der Schaden hat und ob ein Material-, Produktions- oder Verarbeitungsmangel
vorliegt. Normaler Verschleiß, Materialalterung sowie Schäden aufgrund äußerer mechanischer Einwirkungen oder unsachgemäßer Behandlung sind von einem Produktmangel zu unterscheiden.
Nicht jede Beschädigung muss automatisch das Ende eines hochwertigen Sportbekleidungsstücks bedeuten. Auch außerhalb eines Gewährleistungsfalls prüfen wir gerne, ob eine Reparatur technisch und wirtschaftlich sinnvoll möglich ist. Ob dies möglich ist, hängt vom jeweiligen Produkt, Material, der Konstruktion und dem Schadensbild ab. Soweit für das jeweilige Produkt keine gesetzliche
Reparaturpflicht besteht, handelt es sich bei Reparaturen außerhalb der gesetzlichen Gewährleistung um eine freiwillige Leistung von DOWE.
Reparieren statt wegwerfen.
Damit möchten wir dazu beitragen, die
Nutzungsdauer unserer Produkte zu verlängern und Ressourcen zu schonen.
Du hast einen möglichen Material-, Produktions- oder Verarbeitungsmangel festgestellt?
Bitte sende den gereinigten und vollständig getrockneten Artikel inklusive deiner Kontaktdaten und einer kurzen Fehlerbeschreibung an:
DOWE GmbH
Abteilung Produktqualität
Erzgebirgstr. 4 | 73466 Lauchheim - Deutschland
Nach Eingang prüfen wir den Artikel und melden uns anschließend bei dir.
