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Zu seiner Erfahrung schreibt unser Athlet Daniel Becher:

Mallorca 312 ist das längste und härteste Eintages ‚Gran Fondo‘ in Europa. Viele Zweirad-Enthusiasten die ich kenne reden neben dem Ötztaler (habe bereits 5 mal dran teilgenommen) von einem noch härteren und schöneren Event. Eben Mallorca 312.

Die Daten des Rennes sind:

312 km mit 5050 hm. Zusätzlich dazu kann je nach Wetterlage der Wind eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen.

Mehr dazu später. Das Event ist normalerweise Ende April und die 8000 Startplätze auch heiß begehrt und schnell ausgebucht.

Aufgrund der COVID-19 Situatuion wurde das Event auf letzten Sonntag, 24.10 verschoben.

Starter 2021: ca. 5000 Fahrer

 

Ziemlich kurzfristig entschieden wir (mein damaliger Studienkollege Tobias Fuchs (linke Seite Bild)) und ich das Abenteuer zu wagen.

Vorab: Du kannst nicht einfach mal 312 km mit 5050 hm fahren. Dazu muss du auch ende Oktober noch TopForm zeigen.

Meine längste Distanz bisher im Training: 285 km mit 3800 hm.

Tobias, der dieses Jahr den Ötztaler fuhr hatte die Form und ich mit bis dato 11000 Jahreskilomenter mit ca. 150000 hm sollte auch gut genug vorbereitet sein.

Montag zuvor flogen wir auf die Insel.

Dienstag und Mittwoch wurden noch jeweils um die 180 km (6h) trainiert, bevor die tapering Phase begann.

Heißt soviel wie, aktive Erholung (bis zu 3h Radfahren am Tag) damit der Organismus nicht in den Ruhemodus fährt, man aber trotzdem TOP erholt ist.

Die Anspannung stieg von Tag zu Tag und wir fühlten uns TOP vorbereitet.

Am Samstag wurden die Räder nochmals geputzt, Vorder- und Rücklicht montiert und alles Startklar gemacht.

Am Sonntag klingelte der Wecker um 3:45 Uhr. Aufstehen, Frühstücken, Anziehen, ein letzter Bike-Check und um 5:00 Uhr ging es bei

Orkanartigen Böen und Dunkelheit los in Richtung Startblock.

10 Minuten entfernt vom Start hatten wir unser Hotel.

Startaufstellung war wie überall, vorne die Profis, dann ein paar VIP Gäste und dann das große Starterfeld mit über 4500 Startern.

Unterwegs konnte über die Distanz entschieden werden. 167 km, 225 km oder eben die 312 km.

Um 6:30 Uhr starteten die Profis (Alberto Contador, Jan Ullrich, Oskar Freire, Joseba Beloki, um nur ein paar bekannte zu nennen) inklusive der vor uns stehenden VIP-Gäste.

Ca. 10 Minuten später ging es auch bei uns los.

Das Tempo war von Beginn an richtig hoch und die Dunkelheit inklusive Regentropfen und boehigem Seitenwind machten die ersten 20 km ziemlich speziell.

Ein paar Stürze gab es leider auch, jedoch kamen wir gut durch und konnten viele Fahrer überholen.

Die Strecke führt von Alcudia nach Port Pollenca und dann direkt in die Berge, vorbei am bekannten Kloster Lluc über den höchsten Punkt auf knapp 900 m über dem Berg.

Das Tempo war bis dato für uns nicht allzu hoch und wir machten Platz um Platz nach vorne gut.

Am höchsten Punkt, dem Piug Major überholten wir dann Jan Ullrich, welchen wir bis dato vor uns hatten und auch längere Zeit sahen.

Die Abfahrt führte uns nach Soller, dann immer der Küste entlang bis Andratx. Auf den ersten 150 km wurden somit schon gut 3800 hm absolviert.

Die nächsten 50 km fuhren wir dann mit 3 anderen starken Fahrern, da der Wind nun stark von Vorne kam und wir uns somit mit den Ablösungen im Wind abwechseln konnten.

Die Gruppe harmonierte sehr lange und auch an den nächsten zwei Verpflegungszonen wurde aufeinander gewartet.

Aufgrund der teilweise nassen Straßen und dem rutschigen Asphalt war volle Konzetration gefragt und jede Kurve musste mit sehr viel Vorsicht befahren werden.

Garnicht so einfach nach nun schon gut 7h im Sattel.

Leider war ich zu vorsichtig und kam nicht so richtig um die Ecken. Auf den folgenden Straßen, eher auch Feldwegen verlor ich dann leider die Gruppe inklusive Kumpel Tonias und musste ab km 230 bis ca. km 270 alleine fahren.

Ich fuhr bedingt durch die fehlenden Windschattenpausen und zunehmender Erschöpfung langsamer bis die nächste Gruppe kam.

Mit dieser konnten ich dann auf den letzten gut 40 km nochmals alles rausholen und kam nach 10 Stunden und 14 Minuten Fahrzeit als gesamt 35 ter ins Ziel. Tobias belegte einen Starken 25 ten Platz mit ziemlich genau 10h Fahrzeit.

Jan Ullrich war nach gut 11h im Ziel.

Auf unseren Uhren standen dann noch gut 10 Minuten mehr, was wir eben an den 7 Verpflegungszonen verloren hatten.

Nicht viel wenn man bedenkt, dass jeder von uns ca. 6 Liter Wasser, 2-3 Liter Cola, 6 Bananen, mehrere Toast mit Nutella und gut 20 Energiegels im Stand und während der Fahrt verzehren mussten,

damit zu jederzeit genug Energie dem Körper zur Verfügung stand.

Weitere Eckdaten Daniel:

Geschwindigkeitsdurchschnitt: 30,45 km/h

Energieverbrauch: 10537 kcal

Gefahrene Leistung Durchschnitt: 277 Watt

Schaltvorgänge: 3045

Maximale Temperatur 26 °C

Abschließend kann ich sagen, dass der Mythos Mallorca 312 ein absolutes Highlight meiner Radsport Karriere war und ich stolz bin, die 312 km geschafft zu haben.

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